Hilfe! Feuerbohne statt Feuerstelle!

Vielleicht haben Sie es im August bereits in den Stuttgarter Nachrichten gelesen: Bei den Wurzelzwergen wurde in der Vergangenheit leider versäumt, eine Baugenehmigung für die Kindergarten-Tipis einzuholen. Daraufhin wurde selbstverständlich sofort ein Bauantrag eingeleitet. Bis zum fragwürdigen Ausgang des laufenden Verfahrens haben wir von der Stadt eine vorläufige Duldung erhalten, was uns zum Glück den Abriss der Tipis erspart – zumindest vorerst. DANKESCHÖN!
Leider sind die Feuerstellen in den Tipis von der Duldung ausgenommen. Der Herbst ist da und hat uns mit nass-kaltem Wetter begrüßt. Die ersten Finger sind kalt und wir werfen einen melancholischen Blick in die Mitte unserer Tipis – dort ranken nun Feuerbohnen in Richtung Himmel. Wir vermissen das prasselnde Feuer im Morgenkreis, die wohlige Wärme und die gemütliche Atmosphäre beim Geschichte lesen. Zudem ist es sehr unwahrscheinlich bis hoffnungslos, dass die Tipis vom Schimmel verschont bleiben und den Winter ohne regelmäßige Befeuerung überstehen. Bitte liebe Ämter und Behörden: genehmigt uns schnell die Feuerstellen. Was sich über 20 Jahre in unserem wunderschönen Kindergarten bewährt hat, mit viel Engagement von den Eltern gebaut wurde und liebevoll gepflegt wird, dürfen Sie nicht einfach so sterben lassen! 

Foto: Steffen Burger

Fleißige Apfelzwerge

Die letzte Woche stand bei den Wurzelzwergen ganz im Zeichen der Apfelernte. Auf der Nachbarwiese wurde fleißig gesammelt, geerntet, geschüttelt und gerüttelt. Zur großen Freude der Kinder wagten sich unsere ErzieherInnen sogar hoch auf die Bäume und ließen Äpfel regnen. Der krönende Abschluss unserer Apfelwoche war ein Ausflug nach Sielmingen zu Herrn Briem und seiner Apfelpresse. Die Kinder konnten tatsächlich „ihre“ gesammelten Äpfel, Birnen und Quitten beim Pressen begleiten. Staunend wurden Apfelwaschanlage, Förderband und „Apfeltunnel“ mit Hexler und Presse angeschaut. Zum Schluss durften die Kinder den frischen Süßmost probieren. Es hat allen sehr lecker geschmeckt. Herr Briem schätzt, dass es ca. 2000 Äpfel/Birnen/Quitten gewesen sind, die unsere fleißigen Wurzel- bzw. Apfelzwerge zusammengetragen haben.

Ein großes Dankeschön an Herrn Heim, dessen Äpfel wir ernten durften und an Herrn Briem, der den Kindern alles so toll erklärt hat. Einen ganz lieben Dank auch an die Großeltern, die uns mit Sammelsäcken, Schüttelstangen und Apfeltransport
unterstützt haben! – Wie schön, dass Ihr da seid und euch engagiert.

Fotos: Carolin Mutzberg

Abenteuer & Fingerspitzengefühl 

Für unsere Wurzelzwerge ist der Plattenhardter Wald nicht einfach “nur” ein Wald, sondern das schönste Abenteuer-Wunderland das sie sich vorstellen können. 
Sehr beliebt ist der Abenteuerweg, welcher anfangs quer durch den Wald führt und dann in einen kleinen Trampelpfad mündet. Durch den “Fichtentunnel” gelang man geradewegs ins Abenteuerland. Dornen und Brennnesseln werden von den Abenteurern mit Stöcken geschickt beiseite geschoben. Zum Schluss muss noch eine gefällte Kiefer überwunden werden, die mitten auf dem Weg liegt.
Wer spannende Abenteuer erlebt, hat auch viel Geduld zum Nähen, Basteln, Malen, Schnitzen und Werken. Derzeit entstehen wunderschöne, mit Perlen verzierte Lavendel-Herzchen und eine bunte Herde fabelhafter Kastanientiere.

Foto: Cornelia Burger

Regenwurm und Robin Hood

Kaum zu glauben – Regenwurm und Robin Hood waren kürzlich gemeinsam zu Gast bei unseren Wurzelzwergen.
In der Waldgeister-Gruppe beschäftigen sich die Kinder mit allem rund um den sagenumwobenen Robin Hood. Sie bauten Pfeil und Bogen, Zielscheiben, bastelten Ledersäckchen, schauten Bücher an und hörten Geschichten über den sympathischen König der Vagabunden.
In der Regenbogengruppe dagegen widmeten sich die Kinder ausgiebig dem Thema Regenwurm. Highlight der Regenwurmwoche war unumstritten das Fingerspiel vom Regenwurm Klaus. Begeistert wurde Klaus gefilzt, Erdhügel für Klaus getont, der Frühstückstisch für Klaus gedeckt, Blätter angesaugt und in Erdlöcher geschleppt wie es eben Klaus und alle anderen Regenwürmer tun…
Danke Klaus und Robin – unsere Kinder hatten großen Spaß mit Euch und haben nebenbei viel gelernt.

Fotos: Cornelia Burger

Mit Kräutersuppe und kreativen Ideen durch die Schließzeit

Gerade ist es so schön draußen und unsere Wurzelzwerge wären gerne gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern draußen im wunderbaren Frühlingswald. Es gibt viel zu beobachten, zu entdecken und zu erleben. Die Kräuter wachsen und viele Blumen blühen. Die frischen Kräuter sind jetzt sehr gesund und geben viel Kraft. Aus diesem Grund gab es vor Ostern eine tolle Rezeptidee von unseren Erzieherinnen und Erziehern für eine Gründonnerstagssuppe mit vielen wertvollen Wildkräutern. Außerdem werden Eltern und Kinder regelmäßig mit tollen Bastelideen, Rätseln und Experimenten versorgt.
Vielen Dank an unser kreatives Team! Ihr seid spitze!

Fotos: Cornelia Burger

Hau-Ruck! Eltern bauen neues Tipi

Wer sein Kind in einen Waldkindergarten gibt, ist sich von vorne herein bewusst, dass es ohne Engagement und Mithilfe seitens der Eltern nicht funktioniert. Platzpflege, Reparaturarbeiten, Holzhacken und Wasserdienst sind nur einige wenige Beispiele für das Mitwirken der Eltern. Ende Februar fand eine außergewöhnliche Aktion statt: ein neues Tipi wurde aufgebaut – ein wahrer Kraftakt!
Schwere Holzbalken, eine rießige Plane, ein Durcheinander an Seilen, Belüftungsrohre, Bodenbefestigungen und vieles mehr musste geschickt kombiniert und verbaut werden. Jede verfügbare Kraft wurde mobilisiert. Muskelkraft, Hirnschmalz, handwerkliche Meisterleistungen, frische wohltuende Waldluft und eine von Grund auf positive Stimmung prägten diesen enormen Arbeitseinsatz. Die Krönung – ein nagelneues Tipi steht wie eine eins am Platz. Toll was man gemeinsam schaffen kann!
Ein Besonderer Dank gebührt unserer Tipi-Gruppe und allen fleißigen Helfern. In den letzten Wochen habt Ihr unmögliches Möglich gemacht und Berge versetzt! Ihr seid spitze!

Foto: Steffen Burger

Draußen bei Kälte, Regen und … Sturm?

Die derzeit häufigste Frage an Eltern, deren Kinder einen Waldkindergarten besuchen, lautet wohl: Sind die Kinder wirklich immer draußen? Auch im Winter? Meist lautet die Antwort bei den Wurzelzwergen auf diese Frage schlicht und einfach „Ja“ – Ausnahmen bilden eigentlich nur Sturm und Gewitter.

Bei klirrender Kälte und Nässe stellt meist bereits gute Kleidung einen fröhlichen Kindergartentag im Winterwald sicher. Der Wechsel zwischen wildem Toben und ruhigerem Spielen oder Basteln macht das alt bewährte „Zwiebelprinzip“ absolut unabdingbar. Wie die Kleidungsschichten genau aussehen, ist von Kind zu Kind unterschiedlich und sehr individuell. Außerdem sind der leicht beheizte Bauwagen, die Feuerstelle im Tipi und warmer Tee im Kindergartenrucksack weitere wärmende Inseln, welche die Freude am hautnahen Erleben der Jahreszeiten zuverlässig erhalten.

Bei  „kleinen Stürmchen“ fällt der tägliche Ausflug in den Wald aus und es wird am Platz gemalt, geformt, gebastelt über Eispfützen gerutscht (siehe Fotos) und gespielt. Sturmtief Lolita Ende Januar zeigte sich beispielsweise zur Freude der Kinder frech aber harmlos: sie warf Handschuhe herunter, deckte die Tischdecke ab und entfernte Wäscheklammern im Tipi. Bei Starksturm mit entsprechenden Warnungen des Deutschen Wetterdienstes bleibt der Kindergarten aus Sicherheitsgründen schon auch mal geschlossen – wie etwa Mitte Februar bei Sturmtief Sabine. Die Eltern halfen sich gegenseitig, zeigten sich sehr flexibel und sorgten kurzfristig für private Betreuung. Für Notfälle bot unser Pädagogisches Team eine Zu-Hause-Lösung bei unserer lieben Erzieherin „Biggi“ an. Großes Dankeschön an alle Beteiligten für Eure Flexibilität und Hilfsbereitschaft.

Fotos: Marcel Thülly

Buntes Faschingsfest im „Z“

Am 20. Februar tauschten die Wurzelzwerge ausnahmsweise Ihre dicken Winterjacken und Matsch-Hosen gegen bunte, phantasievolle Gewänder. Warum? Na klar: traditionelles Faschingsfest im „Z“. Im Morgenkreis war große Kostümvorstellung – „Und wer an Fasching ein….ist“, ließ sich im Kreis ausgiebig bewundern. Wer nicht aufstehen wollte, ließ sich im Sitzen bestaunen. Es wurde „Alles Banane“ gesungen, getanzt, Musik gehört und natürlich viel gelacht. Einer der Höhepunkte war das von den Eltern gestellte Buffet – vielfältig, bunt, kreativ, lecker! Außerdem wurden viele lustige Spiele wie z.B. Oldtimer-Rennen, Möhren ernten oder Schokokuss Wettessen gespielt – Leider war der Vormittag viel zu schnell vorbei!
Vielen Dank an das Jugendzentrum Z für die Überlassung der Räumlichkeiten!

Foto: Steffen Burger