Wildkatzenausflug – Tradition trifft Vergangenheit

gemäß einer alten Tradition unseres Kindergartens unternehmen unsere „Wildkatzen“ (die ältesten Wurzelzwerge) einen gemeinsamen Ausflug, kurz bevor sie in die Schule wechseln. Dieses Jahr stand den Kindern ein spannender Tag im Freilichtmuseum Beuren bevor. „Hier sieht aber alles alt aus!“ staunten die Wildkatzen gleich zu Beginn – und schon begann eine faszinierende Zeitreise. Im Backhäusle lernten die Kinder, wie vor ca. 500 Jahren gebacken wurde. Mit sogenannten „Büschele“ durften die Kinder unter fachkundiger Anleitung den alten Ofen anheizen. In der Scheune bereiteten sie aus Mehl, Butter, Hefe, Salz und Wasser einen wunderbar duftenden Teig zu, der anschließend zu Brötchen, Brezeln, Ringen, einem Halbmond und sogar einem Hamburger geformt wurde. Bevor die mit Mohn, Sesam und Sonnenblumenkernen kunstvoll verzierten Teiglinge jedoch in den Ofen geschoben werden konnten, musste noch die Temperatur des Ofens geprüft werden. Natürlich ohne Thermometer, denn so etwas gab es vor 500 Jahren noch nicht. Stattdessen zeigte ein zerknülltes Stück Papier durch dessen Verfärbung im angeheizten Ofen an, wann dieser heiß genug war. Während die Backwaren im Ofen schwitzten, erlebten die Kinder allerlei interessante Dinge. Sie vesperten in einem Baumhaus, entdeckten einen Bach mit interessanten Steinen, Hängebrücke und Wasserpumpe, beobachteten herumlaufende Hühner und lauschten einem Hahn, der immer wieder krähte. Am Ende durften die Kinder ihre Backwerke voller Stolz mit nach Hause nehmen – wobei natürlich manch ein Kind gleich an Ort und Stelle davon naschte. Lecker!

Waldgeisterbahn für die Wildkatzen

Am Freitag, den 9.7. war es soweit: Die Nachtwanderung der Wildkatzen stand bevor und alle Käfer-, Mäuse- und Krokodil-Kindern bereiteten voller Eifer alles hierfür vor. Am Geheimwegplatz entstanden gruselige Gestalten aus Ton und allen Materialien des Waldes. Sie wurden liebevoll und detailverliebt von allen Kindern an den Baumstämmen und -stümpfen angebracht und gestaltet.

Bei anbrechender Dunkelheit kamen die aufgeregten Wildkatzen ausgestattet mit Stirn- und Taschenlampen zur Nachtwanderung zusammen. Es wurde gegrillt, Brennnesselchips, Marshmallows und Stockbrot gebacken. Als die Nacht hereinbrach, huschte ein Schattengeist am Hang vorbei, die Sterne strahlten vom Himmel und die Kinder bestaunten die vielen tollen Waldgeister der Waldgeisterbahn. Ein wunderbares Erlebnis für unsere zukünftigen Schulkinder, von dem sie lange noch erzählen können!

Spontane Feuerwehrshow & Gruß ins Rathaus

Vor kurzem wurden unsere Wurzelzwerge im Wald von gleich drei Feuerwehrautos überrascht. Sofort wurde heiß spekuliert: Bergen, Retten, Löschen oder Schützen? Was ist nur los im sonst so idyllischen Wurzelzwergwald? Ein sehr netter Feuerwehrmann winkte den Kindern zu. Er lud sie freundlich ein, näher zu kommen und bei der ÜBUNG zuzusehen. Aha! Er erklärte, dass man sich ein Spezialfahrzeug aus Frankreich ausgeliehen habe, um dessen Eignung auch für Filderstadt zu prüfen. Laut Aussage der Kinder sei speziell die Bekämpfung von Waldbränden geübt worden. Die Kinder staunten nicht schlecht über den kräftigen Wasserstrahl des französischen Wasserwerfers. Kindergartenhund Rojine konnte sich kaum zurückhalten. Nur zu gerne hätte sie den Wasserstrahl geschnappt. Einigen Kindern wehte es sogar ein paar französische Wassertröpfchen auf die Nase – wie aufregend!

Herzlichen Dank liebe Feuerwehr! Es ist schön zu sehen, dass Kinder bei der Feuerwehr geschätzt werden und herzlich willkommen sind!

Und hiermit schicken wir einen freundlichen Gruß ins Rathaus. Bitte nehmen Sie sich ein Beispiel und behalten Sie auch im Labyrinth aus Regeln, teils fragwürdigen Vorschriften und Verboten das Wichtigste im Auge: die Bedürfnisse der Kinder! Ein Feuerwehrmann gibt niemals auf – schon gar nicht wenn es um Kinder geht.

Filderstadts Kinder brauchen dringend Kindergartenplätze! AUCH BEI UNS im zauberhaften Waldkindergarten! Geben Sie uns nicht auf! RETTEN!

Herzlich willkommen Apfelbaum!

Ein Herzliches Dankeschön geht an die Firma Eismann, die uns ein kleines Apfelbäumchen geschenkt hat. Die feierliche Eintopfzeremonie fand im Beisein aller Kinder statt. Zum krönenden Abschluss gab es auch noch ein sehr schmackhaftes Eis für alle Anwesenden.

Foto: Birgit Natterer

Schlucht der Wunder

Die Schlucht ist ein bei den Kindern sehr beliebter Platz im Wald. Ausflüge zur Schlucht sorgen meist für sehr geschäftiges Treiben bei den Wurzelzwergen. So werden beispielsweise Steine mit viel Geschick aus dem Hang ausgegraben und nebst Ästen und kleinen Stämmen aus der Schlucht nach oben transportiert.
Gelegentlich stoßen die Kinder jedoch auch auf überaus wundersame Dinge: Kürzlich haben sie tatsächlich herausgefunden, wie „Feen-Pulver“ hergestellt werden kann. Das famose Zauberpulver kann zum Löschen von Bränden, aber auch in allen anderen erdenklichen Notsituationen eingesetzt werden. Mit Feuereifer sammelten die Kinder das fantastische Lehmpulver ein. Sammelsäcke und Taschen wurden bis oben hin vollgestopft – wie es scheint, kann man davon nie genug haben. Natürlich scheute sich am Ende auch kein Kind, die ebenso wertvolle wie schwere Beute den ganzen Weg zurück an den Platz zu schleppen – und anschließend bis nach Hause.

Fotos: Cornelia Burger

Molch & Regenwurmschlange

Herrlicher Sonnenschein und milde Temperaturen begrüßten die Kinder nach der langen Notbetreuungsperiode im Wurzelzwerg-Wald. Endlich wieder viele Kinder – super! Als allererstes stand ein Ausflug zur Quelle auf dem Programm – und dort gab es viel zu tun: Im Handumdrehen wurde etwa ein mächtiger Staudamm errichtet, welcher schon bald darauf die sonst so zarte Wasserrinne zum Überlaufen brachte. Beim Spielen entdeckten die Zwerge sogar einen kleinen Molch, welcher ausgiebig bestaunt und danach sorgfältig in Sicherheit gebracht wurde. Und huch! Was schlängelt sich denn da am Stein entlang? Etwa eine Schlange?
Nach genauerer Untersuchung entpuppte sich das vermeintlich gefährliche Kriechtier als riesiger, sich fröhlich schlängelnder Regenwurm – wirklich erstaunlich, wie groß diese Tierchen werden können.

Fotos: Marcel Thülly

Bewegung ist Trumpf

Die Experten sind sich einig: Bewegung hält uns alle fit und gesund.
Besonders Kinder brauchen viel Bewegung an der frischen Luft: „Bewegung trägt erheblich zu einer gesunden körperlichen, geistigen und psychosozialen Entwicklung der Kinder bei“ heißt es etwa bei „In Form“ (Deutschlands initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung/ Bundesministerium für Ernährung)

Aber wie viel bewegt sich ein Kind bei uns im Waldkindergarten eigentlich? Um dies herauszufinden habe ich meinen fünfjährigen Sohn mit einem einfachen Schrittzähler „verwanzt“. Das Ergebnis ist überaus erfreulich aber nicht überraschend:
Während ich es an einem gewöhnlichen Vormittag im Büro oft nicht mal auf 1.000 Schritte schaffe, kommt mein Sohn nach 4 Stunden Kindergarten gut gelaunt und mit meist über 10.000 Schritten auf dem Zähler nach Hause. Ich bin dankbar, dass die Kinder bei den Wurzelzwergen die Möglichkeit haben sich austoben, dabei gesunde Luft atmen und von Wald und Natur lernen dürfen.

Ho ho hoher Besuch

Kurzarbeit? Nicht für den Nikolaus. Er häufte dieses Jahr vermutlich jede Menge Überstunden an. Am 7. Dezember war er nämlich immer noch emsig unterwegs und überraschte die Wurzelzwerge mit seinem Besuch. Es war ein wunderschöner Tag mit dem Nikolaus. Die Kinder sangen und spielten begeistert „Rackedickeducke“ vor und sagten das Gedicht Holler Boller Rumpelsack auf. Der Nikolaus hat eine Geschichte erzählt und interessante Details aus seinem Arbeitsalltag verraten. Danach durften sich alle über ein prall gefüllten Socken freuen. Vielen Dank Bianca für die geheimen Telefonate mit dem Nikolaus. Vielen Dank Valerie für die Organisation der Socken und natürlich Danke lieber Nikolaus für Deinen Besuch.

Ebenso ein herzliches Dankeschön an Ritter Sport für die großzügige Spende! 

Fotos: Mirjam Vollmer