Schlucht der Wunder

Die Schlucht ist ein bei den Kindern sehr beliebter Platz im Wald. Ausflüge zur Schlucht sorgen meist für sehr geschäftiges Treiben bei den Wurzelzwergen. So werden beispielsweise Steine mit viel Geschick aus dem Hang ausgegraben und nebst Ästen und kleinen Stämmen aus der Schlucht nach oben transportiert.
Gelegentlich stoßen die Kinder jedoch auch auf überaus wundersame Dinge: Kürzlich haben sie tatsächlich herausgefunden, wie „Feen-Pulver“ hergestellt werden kann. Das famose Zauberpulver kann zum Löschen von Bränden, aber auch in allen anderen erdenklichen Notsituationen eingesetzt werden. Mit Feuereifer sammelten die Kinder das fantastische Lehmpulver ein. Sammelsäcke und Taschen wurden bis oben hin vollgestopft – wie es scheint, kann man davon nie genug haben. Natürlich scheute sich am Ende auch kein Kind, die ebenso wertvolle wie schwere Beute den ganzen Weg zurück an den Platz zu schleppen – und anschließend bis nach Hause.

Fotos: Cornelia Burger

Molch & Regenwurmschlange

Herrlicher Sonnenschein und milde Temperaturen begrüßten die Kinder nach der langen Notbetreuungsperiode im Wurzelzwerg-Wald. Endlich wieder viele Kinder – super! Als allererstes stand ein Ausflug zur Quelle auf dem Programm – und dort gab es viel zu tun: Im Handumdrehen wurde etwa ein mächtiger Staudamm errichtet, welcher schon bald darauf die sonst so zarte Wasserrinne zum Überlaufen brachte. Beim Spielen entdeckten die Zwerge sogar einen kleinen Molch, welcher ausgiebig bestaunt und danach sorgfältig in Sicherheit gebracht wurde. Und huch! Was schlängelt sich denn da am Stein entlang? Etwa eine Schlange?
Nach genauerer Untersuchung entpuppte sich das vermeintlich gefährliche Kriechtier als riesiger, sich fröhlich schlängelnder Regenwurm – wirklich erstaunlich, wie groß diese Tierchen werden können.

Fotos: Marcel Thülly

Bewegung ist Trumpf

Die Experten sind sich einig: Bewegung hält uns alle fit und gesund.
Besonders Kinder brauchen viel Bewegung an der frischen Luft: „Bewegung trägt erheblich zu einer gesunden körperlichen, geistigen und psychosozialen Entwicklung der Kinder bei“ heißt es etwa bei „In Form“ (Deutschlands initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung/ Bundesministerium für Ernährung)

Aber wie viel bewegt sich ein Kind bei uns im Waldkindergarten eigentlich? Um dies herauszufinden habe ich meinen fünfjährigen Sohn mit einem einfachen Schrittzähler „verwanzt“. Das Ergebnis ist überaus erfreulich aber nicht überraschend:
Während ich es an einem gewöhnlichen Vormittag im Büro oft nicht mal auf 1.000 Schritte schaffe, kommt mein Sohn nach 4 Stunden Kindergarten gut gelaunt und mit meist über 10.000 Schritten auf dem Zähler nach Hause. Ich bin dankbar, dass die Kinder bei den Wurzelzwergen die Möglichkeit haben sich austoben, dabei gesunde Luft atmen und von Wald und Natur lernen dürfen.

Ho ho hoher Besuch

Kurzarbeit? Nicht für den Nikolaus. Er häufte dieses Jahr vermutlich jede Menge Überstunden an. Am 7. Dezember war er nämlich immer noch emsig unterwegs und überraschte die Wurzelzwerge mit seinem Besuch. Es war ein wunderschöner Tag mit dem Nikolaus. Die Kinder sangen und spielten begeistert „Rackedickeducke“ vor und sagten das Gedicht Holler Boller Rumpelsack auf. Der Nikolaus hat eine Geschichte erzählt und interessante Details aus seinem Arbeitsalltag verraten. Danach durften sich alle über ein prall gefüllten Socken freuen. Vielen Dank Bianca für die geheimen Telefonate mit dem Nikolaus. Vielen Dank Valerie für die Organisation der Socken und natürlich Danke lieber Nikolaus für Deinen Besuch.

Ebenso ein herzliches Dankeschön an Ritter Sport für die großzügige Spende! 

Fotos: Mirjam Vollmer

Hilfe! Feuerbohne statt Feuerstelle!

Vielleicht haben Sie es im August bereits in den Stuttgarter Nachrichten gelesen: Bei den Wurzelzwergen wurde in der Vergangenheit leider versäumt, eine Baugenehmigung für die Kindergarten-Tipis einzuholen. Daraufhin wurde selbstverständlich sofort ein Bauantrag eingeleitet. Bis zum fragwürdigen Ausgang des laufenden Verfahrens haben wir von der Stadt eine vorläufige Duldung erhalten, was uns zum Glück den Abriss der Tipis erspart – zumindest vorerst. DANKESCHÖN!
Leider sind die Feuerstellen in den Tipis von der Duldung ausgenommen. Der Herbst ist da und hat uns mit nass-kaltem Wetter begrüßt. Die ersten Finger sind kalt und wir werfen einen melancholischen Blick in die Mitte unserer Tipis – dort ranken nun Feuerbohnen in Richtung Himmel. Wir vermissen das prasselnde Feuer im Morgenkreis, die wohlige Wärme und die gemütliche Atmosphäre beim Geschichte lesen. Zudem ist es sehr unwahrscheinlich bis hoffnungslos, dass die Tipis vom Schimmel verschont bleiben und den Winter ohne regelmäßige Befeuerung überstehen. Bitte liebe Ämter und Behörden: genehmigt uns schnell die Feuerstellen. Was sich über 20 Jahre in unserem wunderschönen Kindergarten bewährt hat, mit viel Engagement von den Eltern gebaut wurde und liebevoll gepflegt wird, dürfen Sie nicht einfach so sterben lassen! 

Foto: Steffen Burger

Fleißige Apfelzwerge

Die letzte Woche stand bei den Wurzelzwergen ganz im Zeichen der Apfelernte. Auf der Nachbarwiese wurde fleißig gesammelt, geerntet, geschüttelt und gerüttelt. Zur großen Freude der Kinder wagten sich unsere ErzieherInnen sogar hoch auf die Bäume und ließen Äpfel regnen. Der krönende Abschluss unserer Apfelwoche war ein Ausflug nach Sielmingen zu Herrn Briem und seiner Apfelpresse. Die Kinder konnten tatsächlich „ihre“ gesammelten Äpfel, Birnen und Quitten beim Pressen begleiten. Staunend wurden Apfelwaschanlage, Förderband und „Apfeltunnel“ mit Hexler und Presse angeschaut. Zum Schluss durften die Kinder den frischen Süßmost probieren. Es hat allen sehr lecker geschmeckt. Herr Briem schätzt, dass es ca. 2000 Äpfel/Birnen/Quitten gewesen sind, die unsere fleißigen Wurzel- bzw. Apfelzwerge zusammengetragen haben.

Ein großes Dankeschön an Herrn Heim, dessen Äpfel wir ernten durften und an Herrn Briem, der den Kindern alles so toll erklärt hat. Einen ganz lieben Dank auch an die Großeltern, die uns mit Sammelsäcken, Schüttelstangen und Apfeltransport
unterstützt haben! – Wie schön, dass Ihr da seid und euch engagiert.

Fotos: Carolin Mutzberg

Abenteuer & Fingerspitzengefühl 

Für unsere Wurzelzwerge ist der Plattenhardter Wald nicht einfach “nur” ein Wald, sondern das schönste Abenteuer-Wunderland das sie sich vorstellen können. 
Sehr beliebt ist der Abenteuerweg, welcher anfangs quer durch den Wald führt und dann in einen kleinen Trampelpfad mündet. Durch den “Fichtentunnel” gelang man geradewegs ins Abenteuerland. Dornen und Brennnesseln werden von den Abenteurern mit Stöcken geschickt beiseite geschoben. Zum Schluss muss noch eine gefällte Kiefer überwunden werden, die mitten auf dem Weg liegt.
Wer spannende Abenteuer erlebt, hat auch viel Geduld zum Nähen, Basteln, Malen, Schnitzen und Werken. Derzeit entstehen wunderschöne, mit Perlen verzierte Lavendel-Herzchen und eine bunte Herde fabelhafter Kastanientiere.

Foto: Cornelia Burger

Regenwurm und Robin Hood

Kaum zu glauben – Regenwurm und Robin Hood waren kürzlich gemeinsam zu Gast bei unseren Wurzelzwergen.
In der Waldgeister-Gruppe beschäftigen sich die Kinder mit allem rund um den sagenumwobenen Robin Hood. Sie bauten Pfeil und Bogen, Zielscheiben, bastelten Ledersäckchen, schauten Bücher an und hörten Geschichten über den sympathischen König der Vagabunden.
In der Regenbogengruppe dagegen widmeten sich die Kinder ausgiebig dem Thema Regenwurm. Highlight der Regenwurmwoche war unumstritten das Fingerspiel vom Regenwurm Klaus. Begeistert wurde Klaus gefilzt, Erdhügel für Klaus getont, der Frühstückstisch für Klaus gedeckt, Blätter angesaugt und in Erdlöcher geschleppt wie es eben Klaus und alle anderen Regenwürmer tun…
Danke Klaus und Robin – unsere Kinder hatten großen Spaß mit Euch und haben nebenbei viel gelernt.

Fotos: Cornelia Burger